Severin Nießen - Starker Rückhalt in New Mexico

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Hey, ich bin Severin (18) aus Köln und ich spiele dieses Jahr College Soccer an der Eastern New Mexico University in New Mexico. 

 

Die Frage, was ich nach meinem Abitur machen möchte, habe ich mir sehr lange gestellt. Ich hatte mehrere Ideen für Studiengänge oder Ausbildungen, aber die Angst etwas anzufangen und letztlich wieder abzubrechen, weil es nicht das ist, was ich machen möchte, war mir zu groß. Deswegen beschloss ich den Schritt aus Deutschland heraus zu gehen und die Zeit zu nutzen um für mich herauszufinden, welchen Weg ich in Zukunft einschlagen möchte. Ursprünglich dachte ich an ein Work&Travel Programm in Canada, aber dann bin ich durch den Bruder eines Mitspielers auf die Chance hingewiesen worden in den USA zu studieren und gleichzeitig Fußball zu spielen. Die perfekte Kombination! So konnte ich während meines Auslandjahres nicht nur weiter Fußball spielen, sondern durch das Studium kann ich sogar jetzt direkt mehrere Studiengänge schon einmal austesten und so für mich herausfinden, was Spaß macht. Und so bin ich dann bei Uniexperts gelandet. 

 

Der Entschluss und die Idee das zu versuchen, kam bei mir nach dem Abitur mehr als nur spät. Und daher blieben mir für SAT und TOEFL Test eine extrem kurze Vorbereitungszeit und im Prinzip auch nur ein Versuch, aber trotzdem habe ich es mit viel Lernen und guter Vorbereitung geschafft beide Tests einigermaßen gut zu bestehen. Da ich auch keine Chance mehr hatte an Try-Outs oder Sichtungstrainings teilzunehmen, musste ich auf die Schnelle noch ein Video mit Trainingseindrücken zusammenstellen, aber trotz all dieser Hindernisse hat Uniexperts es geschafft mich zu vermitteln. Meine Entscheidung fiel letzten Endes auf die Eastern New Mexico University (ENMU). Das College ist, verglichen mit anderen Colleges in den USA, mit ca. 6000 Studenten sehr klein und liegt jenseits von großen Städten oder Touristenpunkten. Dennoch habe ich die ENMU bewusst gewählt, weil ich dort auch als „Freshman“ (Erstsemesterstudent) sehr gute Aussichten auf einen Stammplatz bekommen habe, was mir persönlich mit am wichtigsten war, was sonst in Amerika eher untypisch ist. 

 

Im Endeffekt muss ich sagen, dass meine Entscheidung goldrichtig war. Der Campus ist relativ klein, schafft dadurch aber auch eine sehr familiäre Atmosphäre. Egal wo ich hingehe, ob zum Unterricht, in die Cafeteria oder die Bibliothek, ich treffe fast immer irgendwen, den ich kenne. Außerdem sind die Menschen hier sehr offen und warmherzig. Jeder grüßt hier jeden, ob man sich kennt oder nicht und wenn man mal alleine beim Essen sitzt, dauert es auch nicht lange und irgendwer setzt sich zu einem und man fängt an miteinander zu reden. Den Stundenplan und die Fächer kann man sich hier selber zusammenstellen und so habe ich pro Tag maximal 3 verschiedene Kurse (50-90 Minuten). Freitags habe ich sogar nur einen einzigen Kurs. Das Niveau hier ist, verglichen zu dem in Deutschland, nicht allzu hoch und nach meinem ersten Quartal habe ich einen 4,0 GPA (1,0 Durchschnitt). Durch die kleinen Kurse (zwischen 15-25 Schüler, in einem Kurs sind wir sogar nur zu sechst) können die Lehrer hier viel individueller auf einen eingehen als auf den großen Unis und man lernt viel schneller. Obwohl ich nicht der allerbeste Englischschüler war, verstehe ich die Amerikaner hier sehr gut und kann mich hier super verständigen. Natürlich hapert es an einigen Stellen noch mit den Vokabeln, aber ich bin ja auch erst 2 Monate hier und selbst in den 2 Monaten habe ich mich schon extrem verbessert. 

 

Meine Erwartungen an den Fußball in Amerika waren anfangs eher niedrig. Doch als ich die ersten Trainingseinheiten hinter mir hatte, wurde ich eines besseren belehrt. Man spielt hier mit 18-23 Jährigen zusammen und allein körperlich und physisch ist das hier schon ein ganz anderes Level als das, dass ich aus der A-Jugend gewohnt bin. Durch das tägliche Training sind die Fußballer hier auch vorallem technisch extrem gut ausgebildet. Vergleichen kann ich den amerikanischen Fußball mit dem deutschen eigentlich nicht, weil hier der Schwerpunkt einfach viel mehr im physischen und körperlichen Bereich liegt, aber trotzdem ist das Niveau fußballerisch hier sehr hoch. In der kurzen Vorbereitung habe ich mich am Ende gegen meine beiden Konkurrenten durchsetzen können und von den 17 Spielen, die wir diese Saison bestreiten, habe ich bisher alle komplett durchgespielt, was hier auch nicht immer der Fall ist. 

 

Die Saison ist hier auf knapp 2 Monate reduziert, also haben wir hier mindestens 2 Spiele pro Woche, manchmal auch drei. Dazu kommen Auswärtsfahrten in andere Staaten und Hotelübernachtungen. Deswegen bin ich momentan sehr oft von der Schule befreit, habe aber keine Schwierigkeiten den Stoff nachzuholen. In der Post-Season (dem Frühlingssemster) werde ich dann sicherlich auch die Zeit finden, hier etwas mehr zu unternehmen. 

 

Alles in allem genieße ich meine Zeit hier in New Mexico. Der große Vorteil, der hier herrscht, ist, dass Sport und Akademie miteinander verknüpft sind, was in Deutschland leider nicht der Fall ist. Hier arbeiten Schule und Fußball zusammen, nehmen aufeinander Rücksicht und unterstützen sich gegenseitig. Das macht das Leben für mich als Sportler hier viel einfacher und angenehmer. Mein Terminkalender ist zwar vorallem in der Saison jetzt sehr gefüllt, aber Stress empfinde ich keineswegs, weil von beiden Seiten sehr stark Rücksicht genommen wird. 

Eigentlich hatte ich vor nur ein Jahr hier zu bleiben, aber nach den ersten 2 Monaten denke ich schon darüber nach, ob ich nicht doch noch das ein oder andere Semester hier bleibe …

Hey, ich bin Severin (18) aus Köln und ich spiele dieses Jahr College Soccer an der Eastern New Mexico University in New Mexico. 

 

Die Frage, was ich nach meinem Abitur machen möchte, habe ich mir sehr lange gestellt. Ich hatte mehrere Ideen für Studiengänge oder Ausbildungen, aber die Angst etwas anzufangen und letztlich wieder abzubrechen, weil es nicht das ist, was ich machen möchte, war mir zu groß. Deswegen beschloss ich den Schritt aus Deutschland heraus zu gehen und die Zeit zu nutzen um für mich herauszufinden, welchen Weg ich in Zukunft einschlagen möchte. Ursprünglich dachte ich an ein Work&Travel Programm in Canada, aber dann bin ich durch den Bruder eines Mitspielers auf die Chance hingewiesen worden in den USA zu studieren und gleichzeitig Fußball zu spielen. Die perfekte Kombination! So konnte ich während meines Auslandjahres nicht nur weiter Fußball spielen, sondern durch das Studium kann ich sogar jetzt direkt mehrere Studiengänge schon einmal austesten und so für mich herausfinden, was Spaß macht. Und so bin ich dann bei Uniexperts gelandet. 

 

Der Entschluss und die Idee das zu versuchen, kam bei mir nach dem Abitur mehr als nur spät. Und daher blieben mir für SAT und TOEFL Test eine extrem kurze Vorbereitungszeit und im Prinzip auch nur ein Versuch, aber trotzdem habe ich es mit viel Lernen und guter Vorbereitung geschafft beide Tests einigermaßen gut zu bestehen. Da ich auch keine Chance mehr hatte an Try-Outs oder Sichtungstrainings teilzunehmen, musste ich auf die Schnelle noch ein Video mit Trainingseindrücken zusammenstellen, aber trotz all dieser Hindernisse hat Uniexperts es geschafft mich zu vermitteln. Meine Entscheidung fiel letzten Endes auf die Eastern New Mexico University (ENMU). Das College ist, verglichen mit anderen Colleges in den USA, mit ca. 6000 Studenten sehr klein und liegt jenseits von großen Städten oder Touristenpunkten. Dennoch habe ich die ENMU bewusst gewählt, weil ich dort auch als „Freshman“ (Erstsemesterstudent) sehr gute Aussichten auf einen Stammplatz bekommen habe, was mir persönlich mit am wichtigsten war, was sonst in Amerika eher untypisch ist. 

 

Im Endeffekt muss ich sagen, dass meine Entscheidung goldrichtig war. Der Campus ist relativ klein, schafft dadurch aber auch eine sehr familiäre Atmosphäre. Egal wo ich hingehe, ob zum Unterricht, in die Cafeteria oder die Bibliothek, ich treffe fast immer irgendwen, den ich kenne. Außerdem sind die Menschen hier sehr offen und warmherzig. Jeder grüßt hier jeden, ob man sich kennt oder nicht und wenn man mal alleine beim Essen sitzt, dauert es auch nicht lange und irgendwer setzt sich zu einem und man fängt an miteinander zu reden. Den Stundenplan und die Fächer kann man sich hier selber zusammenstellen und so habe ich pro Tag maximal 3 verschiedene Kurse (50-90 Minuten). Freitags habe ich sogar nur einen einzigen Kurs. Das Niveau hier ist, verglichen zu dem in Deutschland, nicht allzu hoch und nach meinem ersten Quartal habe ich einen 4,0 GPA (1,0 Durchschnitt). Durch die kleinen Kurse (zwischen 15-25 Schüler, in einem Kurs sind wir sogar nur zu sechst) können die Lehrer hier viel individueller auf einen eingehen als auf den großen Unis und man lernt viel schneller. Obwohl ich nicht der allerbeste Englischschüler war, verstehe ich die Amerikaner hier sehr gut und kann mich hier super verständigen. Natürlich hapert es an einigen Stellen noch mit den Vokabeln, aber ich bin ja auch erst 2 Monate hier und selbst in den 2 Monaten habe ich mich schon extrem verbessert. 

 

Meine Erwartungen an den Fußball in Amerika waren anfangs eher niedrig. Doch als ich die ersten Trainingseinheiten hinter mir hatte, wurde ich eines besseren belehrt. Man spielt hier mit 18-23 Jährigen zusammen und allein körperlich und physisch ist das hier schon ein ganz anderes Level als das, dass ich aus der A-Jugend gewohnt bin. Durch das tägliche Training sind die Fußballer hier auch vorallem technisch extrem gut ausgebildet. Vergleichen kann ich den amerikanischen Fußball mit dem deutschen eigentlich nicht, weil hier der Schwerpunkt einfach viel mehr im physischen und körperlichen Bereich liegt, aber trotzdem ist das Niveau fußballerisch hier sehr hoch. In der kurzen Vorbereitung habe ich mich am Ende gegen meine beiden Konkurrenten durchsetzen können und von den 17 Spielen, die wir diese Saison bestreiten, habe ich bisher alle komplett durchgespielt, was hier auch nicht immer der Fall ist. 

 

Die Saison ist hier auf knapp 2 Monate reduziert, also haben wir hier mindestens 2 Spiele pro Woche, manchmal auch drei. Dazu kommen Auswärtsfahrten in andere Staaten und Hotelübernachtungen. Deswegen bin ich momentan sehr oft von der Schule befreit, habe aber keine Schwierigkeiten den Stoff nachzuholen. In der Post-Season (dem Frühlingssemster) werde ich dann sicherlich auch die Zeit finden, hier etwas mehr zu unternehmen. 

 

Alles in allem genieße ich meine Zeit hier in New Mexico. Der große Vorteil, der hier herrscht, ist, dass Sport und Akademie miteinander verknüpft sind, was in Deutschland leider nicht der Fall ist. Hier arbeiten Schule und Fußball zusammen, nehmen aufeinander Rücksicht und unterstützen sich gegenseitig. Das macht das Leben für mich als Sportler hier viel einfacher und angenehmer. Mein Terminkalender ist zwar vorallem in der Saison jetzt sehr gefüllt, aber Stress empfinde ich keineswegs, weil von beiden Seiten sehr stark Rücksicht genommen wird. 

Eigentlich hatte ich vor nur ein Jahr hier zu bleiben, aber nach den ersten 2 Monaten denke ich schon darüber nach, ob ich nicht doch noch das ein oder andere Semester hier bleibe …